Erfahrungsaustauschkreis Ausbildungsverantwortliche

Thema: Aktuelles Arbeitsrecht für Ausbilder*innen

Ausbildungsverhältnisse bringen arbeitsrechtlich ganz eigene Fragestellungen mit sich. Was gilt bei minderjährigen Auszubildenden? Wie sind Berufsschulzeiten, Arbeitszeiten und Pausen zu berücksichtigen? Was passiert bei häufigen Fehlzeiten oder wenn Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis nicht eingehalten werden? Und welche Möglichkeiten bestehen, wenn sich bereits während der Probezeit zeigt, dass es schwierig werden könnte?

Wer Ausbildung im Unternehmen verantwortet, muss solche Situationen nicht nur pädagogisch begleiten, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Hinzu kommen aktuelle Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die Auswirkungen auf den Ausbildungsalltag haben können.

Bei diesem Treffen gibt ein erfahrener Arbeitsrichter einen praxisnahen Überblick über aktuelle arbeitsrechtliche Entwicklungen mit besonderem Blick auf die betriebliche Ausbildung. Anhand typischer Situationen aus dem Ausbildungsalltag wird deutlich, wo rechtliche Grenzen verlaufen, welche Handlungsspielräume bestehen und an welchen Stellen besondere Aufmerksamkeit gefragt ist.

Fragen aus der Ausbildungspraxis

Im Mittelpunkt stehen Fragestellungen, die Ausbildungsverantwortlichen im betrieblichen Alltag tatsächlich begegnen können, zum Beispiel:

  • Was ist bei minderjährigen Auszubildenden insbesondere mit Blick auf Arbeits- und Pausenzeiten zu beachten?
  • Wie sind Berufsschulzeiten und betriebliche Ausbildungszeiten einzuordnen?
  • Wie kann mit häufigen oder unentschuldigten Fehlzeiten umgegangen werden?
  • Welche Besonderheiten gelten während der Probezeit?
  • Was ist zu beachten, wenn Auszubildende ihre Pflichten wiederholt nicht erfüllen?
  • Welche Möglichkeiten bestehen bei Konflikten oder wenn ein Ausbildungsverhältnis ernsthaft schwierig wird?
  • Was ist rund um Abmahnung, Kündigung oder eine vorzeitige Beendigung des Ausbildungsverhältnisses wichtig?
  • Welche aktuellen Entscheidungen und Entwicklungen sollten Ausbildungsverantwortliche kennen?

Direkter Austausch mit einem erfahrenen Arbeitsrichter

Neben dem Überblick über die aktuelle Rechtslage bietet der ERFA die Möglichkeit, Fragestellungen und typische Situationen aus der eigenen Ausbildungspraxis einzubringen. Gemeinsam mit dem Arbeitsrichter und den anderen Teilnehmenden können unterschiedliche Konstellationen betrachtet und Erfahrungen ausgetauscht werden.

Gerade bei arbeitsrechtlichen Fragen in der Ausbildung gibt es häufig nicht nur die Frage „Was ist rechtlich zulässig?“, sondern auch „Wie gehen wir in der Praxis sinnvoll damit um?“ Genau für diese Verbindung aus rechtlichem Rahmen und betrieblicher Erfahrung bietet der ERFA Raum.

Hinweis: Der Termin dient der allgemeinen fachlichen Information und dem Erfahrungsaustausch zu arbeitsrechtlichen Fragestellungen in der betrieblichen Ausbildung. Eine individuelle Rechtsberatung findet nicht statt.

Ausbildung gemeinsam weiterdenken

Der ERFA Ausbildungsverantwortliche Bayern ist kein Seminar, sondern ein langfristig angelegtes Netzwerk für Menschen, die betriebliche Ausbildung gestalten und verantworten. Dreimal im Jahr kommen Ausbildungsverantwortliche aus mittelständischen und familiengeführten Unternehmen in Bayern für einen ganzen Tag zusammen.

Dabei geht es nicht nur darum, neues Wissen mitzunehmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Ausbildung in anderen Unternehmen tatsächlich funktioniert. Welche Erfahrungen machen andere mit ähnlichen Herausforderungen? Welche Ideen haben sich bewährt? Was lässt sich auf die eigene Ausbildung übertragen und wo lohnt sich ein anderer Weg?

Gerade in mittelständischen Unternehmen ist Ausbildung häufig eine Gemeinschaftsaufgabe. Ausbildungsverantwortliche koordinieren zwischen Auszubildenden, Fachbereichen, Ausbildungsbeauftragten, Führungskräften, Berufsschulen und weiteren Beteiligten. Gleichzeitig entwickeln sie die Ausbildung weiter, begleiten junge Menschen und müssen auf neue Anforderungen reagieren.

Der ERFA schafft dafür einen vertrauten Kreis, in dem Erfahrungen offen geteilt werden können. Mit der Zeit lernen die Teilnehmenden nicht nur einander kennen, sondern auch die jeweiligen Schwerpunkte und Erfahrungen der anderen Unternehmen. So entsteht ein Netzwerk, auf das auch zwischen den Treffen zurückgegriffen werden kann.

Denn auch im Ausbildungsalltag stellt sich schnell die Frage: Wie lösen das eigentlich andere Unternehmen? Wer hat damit schon Erfahrung? Im ERFA gibt es im Idealfall bereits jemanden, den man kennt und unkompliziert fragen kann.

Für wen ist der Erfahrungsaustauschkreis gedacht?

Der ERFA richtet sich an Menschen, die in mittelständischen und familiengeführten Unternehmen in Bayern Verantwortung für die betriebliche Ausbildung übernehmen und diese aktiv mitgestalten.

Angesprochen sind sowohl Personen mit übergreifender Verantwortung für Ausbildung als auch Verantwortliche, die Ausbildung gemeinsam mit weiteren Aufgaben im Unternehmen betreuen. Entscheidend ist nicht die Stellenbezeichnung, sondern die praktische Verantwortung für eine gute und zukunftsfähige Ausbildung.

Besonders wertvoll ist der Austausch für alle, die eigene Erfahrungen einbringen, von den Lösungsansätzen anderer Unternehmen profitieren und neue Impulse für ihre Ausbildungspraxis mitnehmen möchten.

Drei Treffen - ein Netzwerk

Der Erfahrungsaustauschkreis ist als langfristiges Netzwerk angelegt. Mit dem Jahresticket sind Sie Teil des ERFA Ausbildungsverantwortliche Bayern und nehmen an drei ganztägigen Treffen pro Jahr teil.

Die Treffen verbinden fachliche Impulse mit viel Raum für den persönlichen Erfahrungsaustausch. Aktuelle Fragestellungen und Projekte aus den Unternehmen fließen unmittelbar in die Gestaltung der Termine ein. Dadurch entwickelt sich der ERFA gemeinsam mit den Themen seiner Teilnehmenden weiter.

Durch die regelmäßigen Treffen entsteht ein vertrauter Kreis. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Ausbildungsmodelle, Vorgehensweisen und Erfahrungen kennen und bauen Kontakte auf, die auch über den einzelnen ERFA-Tag hinaus wertvoll sind.

Jahresticket 2027: 600,00 € netto zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer (Vereinsmitglieder erhalten einen Nachlass)

Im Jahresticket sind alle drei ganztägigen Treffen eines Jahres enthalten.

Sie möchten den ERFA Ausbildungsverantwortliche Bayern kennenlernen?

Sie tragen Verantwortung für Ausbildung und möchten herausfinden, ob der Erfahrungsaustauschkreis zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt? Gerne können Sie einen Termin einmalig als Gast kennenlernen.

Dabei erleben Sie nicht nur die fachlichen Inhalte des jeweiligen Treffens, sondern vor allem den Austausch im Kreis. Sie lernen andere Ausbildungsverantwortliche kennen und bekommen einen Eindruck davon, wie offen Erfahrungen, Fragen und Lösungsansätze miteinander geteilt werden.

Veranstaltungs-Nr.

27-032-1

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