Balance finden – Berufs- und Arbeitsbelastungen ausgleichen

Stress betrifft uns alle. Einmal mehr, einmal weniger. Beruflich, und auch privat. Stressbedingte Krankheitsausfälle haben in den Unternehmen weiterhin eine enorme Steigerungsrate, die durch die Corona-Pandemie ungebremst ist.

Dazu kommen körperliche Beschwerden wie Nackenschmerzen, müde und trockene Augen, steife Muskeln vom langen Sitzen am Bildschirm – ob im Homeoffice oder Büro.

Laut der Techniker Krankenkasse nehmen Fehlzeiten aufgrund psychischer Diagnosen mit 21,8 Prozent zum vierten Mal in Folge bei den Krankmeldungen den Spitzenplatz ein. Es folgen Erkrankungen des Muskelskelettsystems mit 18,4 Prozent noch vor den Krankheiten des Atmungssystems mit einem Anteil von 11,3 Prozent.1

Wie ist es möglich, dem Stress im Leben und in den Unternehmen neu zu begegnen? Wie lässt sich in einer immer schneller und komplexer werdenden Zeit der Stress gerade in der Arbeitswelt reduzieren? Und was kann jeder Mensch für sich selbst tun, um physische und psychische Belastungen abzumildern oder auszugleichen?

René Rottig, Leiter des RKW Seminars „Wege aus der (Berufs-)Stressfalle“, weiß, wie wichtig die Reduzierung von Stressfaktoren in den Unternehmen ist. Denn: „Gerade mit dem Thema einer ausgeglichenen und gesunden Arbeitsatmosphäre sowie einem positiven Arbeitsklima kann ein Unternehmer heute für sein Unternehmen werben!“

Stress erkennen und benennen

Stress ist ein viel besprochenes Thema in den Medien. Doch innerhalb von Firmenstrukturen – gerade auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen - haben viele Mitarbeitende Angst, sich den eigenen Stress einzugestehen und darüber zu sprechen. Die Arbeitswelt wird immer schneller, komplexer und anspruchsvoller. Führungskräfte leben Stress und das „Funktionieren müssen“ häufig unbewusst vor und erwarten diese Herangehensweise dann auch von ihren Mitarbeitenden. Wenn ein Mitarbeitender krank ist, ist es fast selbstverständlich, dass eine andere Person die Arbeitsaufgaben übernimmt - zusätzlich zum eigenen Arbeitspensum.

Durch Corona hat sich unsere Arbeitswelt extrem gewandelt. Neue und sich ständig ändernde Arbeitsbedingungen haben in den letzten Jahren zu mehr Stress am Arbeitsplatz geführt. Auch nach Corona wird die Arbeitswelt eine andere sein als zuvor. Viele Mitarbeitende wissen nicht, wie sie diesen Veränderungen und neuen Herausforderungen im Berufsleben begegnen sollen. Dies wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeitenden aus.

Die Unterstützung der Mitarbeitenden um wieder mehr Balance in die eigene Arbeitswelt und auch den privaten Bereich zu bringen, wird zu einem wesentlichen Thema, um ein attraktives Unternehmen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu sein oder zu werden. Ein hoch wirksames Werkzeug gegen Fachkräftemangel und für die Imagesteigerung des Unternehmens.

Stressprävention und Gesundheitsmanagement

„Was kostet Sie ein Krankheitstag? Diese Frage ist häufig mein Türöffner bei den Unternehmen, wenn es darum geht, Stressprävention in den Fokus zu rücken“, bestätigt René Rottig. Der seit mehreren Jahren freiberuflich tätige Berater für Stressprävention und Gesundheitsmanagement kennt das Thema aus eigener Erfahrung. „Es war meine eigene Zwickmühle, die mich für dieses Thema sensibilisiert und gewonnen hat. 18 Jahre konnte ich als Abteilungsleiter in einem großen Konzern Menschen in ihrer Entwicklung fördern und unterstützen. Doch ich hatte auch den Druck von oben nach unten weiterzugeben. Und diese Zwickmühle kenne ich auch bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Denn das sind die beruflichen Wurzeln meiner Eltern.“

Wie kann Stressprävention gelingen? Welche Möglichkeiten haben Sie als Führungskraft in einem kleinen oder mittelständischen Unternehmen? Was können Mitarbeiterenden selbst verändern? Was tun, wenn Zeit und Budget knapp sind?

René Rottig nennt dafür erste Schritte:

  • Zeigen Sie, dass Sie das Thema erkannt haben und dass Ihnen die Gesundheit und das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeitenden wichtig sind.
  • Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der alle ein Verständnis für den eigenen Stress entwickeln und ihn sich auch eingestehen können - ohne Angst vor Konsequenzen.
  • Und nutzen Sie den geschützten und öffnenden Rahmen von Seminaren, um Veränderungsprozesse im Denken und Handeln bei Stress anzustoßen - für alle Firmenebenen.

Persönliche Stresswert-Analyse

Ein wesentlicher Baustein seines Seminars „Wege aus der (Berufs-)Stressfalle“ ist die persönliche Stresswert-Analyse. Denn Stressthemen und Stresstyp sind von Mensch zu Mensch verschieden. „Ruhe oder Bewegung – die Werkzeuge, um den Stress zu bewältigen, können kaum individueller sein“, weiß René Rottig. „Doch mit diesem Wissen kann jede/r für sich eigene Präventionsmethoden entwickeln und in den Tages- und Arbeitsablauf einbauen. Damit dies auch nachhaltig im Alltag gelingen kann, erhalten die Teilnehmenden ein Arbeitsbuch und eine 20-wöchige „Rat- und Tat-Betreuung“ zur weiteren Stressreduzierung.“

Und: Am Ende verlassen die Teilnehmenden das Seminar mit einer ersten individuellen Sofort-Maßnahme zur Stressreduktion und für mehr Entspannung – beruflich oder privat. Denn was motiviert mehr als ein erster Entspannungserfolg – in Ruhe oder in Bewegung.

Das Seminar Raus aus der (Berufs-)Stressfalle wird am 28.9.2022 als Online-Seminar angeboten.

Weitere Seminare zum Thema Balance finden - Berufs- und Arbeitsbelastungen ausgleichen:

Alle genannten Seminare können auch als Inhouse-Schulung für Ihr Unternehmen durchgeführt werden. Gerne machen wir Ihnen ein Angebot.

Für weitere Informationen zu den Seminaren und Inhouse-Schulungen:

Gaby Ferdinandi-W.
Tel.: 089 670040-13
Mail: Ferdinandi(at)rkwbayern.de

1 Quelle: https://www.tk.de/presse/themen/praevention/gesundheitsstudien/niedrigster-krankenstand-seit-acht-jahren-2121454?tkcm=ab - zuletzt besucht 7.7.2022, 15.00 h